Werbung für Sportwetten auch bald in der Kreisliga

In der Bundesliga ist es schon Gang und Geben. Sie sind aus keinem Stadion mehr wegzudenken. Auch bei sehr bekannten Sportsendern wie Sky bestimmen sie fast jede Werbepause. Die Rede ist von den großen Wettanbietern dieser Welt. Während in der ersten und zweiten Liga die Vereine noch ihre Buchmacher für Werbedeals selbst aussuchen, hat sich der Gigant bwin gleich die komplette dritte Liga unter den Nagel gerissen.
Und der Trend zu mehr Werbung dieser Art steigt. Noch vor einigen Jahren was er undenkbar Werbebanner dieser Art in Stadien zu sehen oder am Sonntag zur Prime Time Werbespots für Sportwetten im Fernsehen zu erblicken. Nun machen die Wettanbieter auch nicht vor kleineren Ligen halt. Und das gleich auf zwei Arten.

Die Werbung beginnt erst bei der Herrenmannschaft

Die Buchmacher wollen an die Werbeplätze der unteren Ligen ran. Während jetzt noch an der Bande der regionale Dachdecker seine Werbung platziert, kann morgen dort schon bet365 und bwin funkeln. In England ist es schon so weit, da werden kleine Vereine durch die Werbeeinnahmen aus solchen Deals gestärkt. Auch der Print auf Trikots wird es sicherlich bald verstärkt geben.
Es gibt viele Kritiker aber auch Befürworter dieser besonderen Werbeoffensive. Aber alle sind sich einig. Im Jungendsport hat das Thema Sportwetten nichts verloren. Wenn es eine derartige Werbewelle geben wird dann bitte nur in Teams, die erst nach dem 18ten Lebensjahr zugänglich sind. Denn auch wenn die Sportwetten in Deutschland immer beliebter werden sind diese erst ab 18 erlaubt und legal.

Einsätze auf Kreisligaspiele

Neben den Werbeflächen sollen auch bald kleine Ligen auf jeden Wettschein kommen können. In den USA tippen heute schon tausende Menschen auf College Basketball. Wieso dann nicht auch Spiele der Kreisliga mit auf den Wettschein nehmen?
Hier scheiden sich die Geister. Einige befürworten diese Idee, andere kritisieren das Vorgehen. Doch was genau gefällt den Kritikern nicht an dieser Idee? Ganz einfach, das Thema Spielmanipulation rückt sofort in den Fokus. Die Quoten sind gerade in den unteren Ligen sehr hoch. Der Sport wird in der Regel nicht bezahlt.
Kommt jetzt jemand auf die Idee hohe Einsätze zu tätigen und zusätzlich dem Team bei einer Niederlage den nächsten Mannschaftsfahrt zu zahlen, kann sich das bei dem richtigen Tipp schnell lohnen. Und sind wir mal ehrlich. So ein gratis Urlaub mit den Jungs auf Mallorca ist wirklich verlockend. Und damit diese Verlockungen gar nicht entstehen können sprechen sich viele gegen die Sportwetten in den unteren Ligen aus.

Einstieg unseriöser Anbieter – Regulierung nur schwer möglich

Ein weiteres Problem könnte sein, dass nun unseriöse Wettanbieter den Zutritt zum deutschen Markt schneller finden. Den wer möchte und kann schon kontrollieren ob der Werbebanner in der Kreisliga von einem seriösen Werftarbeiter stammt oder von einem unbekannten und unseriösen Newcomer, der gerne einige Neukunden gewinnen möchte.
Befürworter der Werbung für Sportwetten argumentieren es gäbe genügend Portale in den Wettarbeiter verglichen werden können. Zum Beispiel veröffentlich das Portal wettbonus360.com einmal im Monat ein Ranking der seriösen Werftarbeiter und untermauert das Bewertung mit ausführlichen Testberichten. Wie wohl die hitzige Debatte ausgehen wird? Wir können es noch nicht sagen. Für die finanzielle Situation in der Kreisliga wäre es aber von Vorteil, wenn namenhafte Sponsore ihr Interesse zeigen würden.
Wir sind allerdings auch im Zwiespalt. Gerade die kleinen Sportvereine haben sich den Jungendsport auf die Fahne geschrieben. Und Kinder, Jungend und Sportwetten gehören aus unserer Sicht einfach nicht zusammen.